Was ist Covid-19?

Quelle: Wikipeida

COVID-19 (Abkürzung für englisch coronavirus disease 2019deutsch Coronavirus-Krankheit-2019,[1][2][3][4] umgangssprachlich auch nur Corona oder Covid genannt) ist eine meldepflichtige Infektionskrankheit, zu der es infolge einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 kommen kann und die ein breites, aber unspezifisches Symptomspektrum aufzeigt.[5] Das Virus wird primär über die Atemwege aufgenommen und ist dann dort auch nachweisbar. Es wurde erstmals im Dezember 2019 in Wuhan beschrieben. Die COVID-19-Pandemie breitete sich im Januar und Februar 2020 zunächst in China epidemieartig aus und wurde dort im Februar mit radikalen Quarantänemaßnahmen gestoppt. Bereits davor hatte sich das Virus in vielen Ländern verbreitet; die Epidemie wurde zu einer weltweiten Pandemie mit derzeit (Stand 2. Februar 2021) mehr als 102 Millionen infizierten Personen. Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit dem Virus beläuft sich auf mehr als 2,2 Millionen.[6]

Die Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus erfolgt häufig durch Tröpfchenübertragung, aber auch durch das Einatmen von virusbehafteten Aerosolen. Besonders der ungeschützte Aufenthalt in geschlossenen, schlecht gelüfteten Räumen ist hochriskant. Das Robert Koch-Institut (RKI) schließt, nachgeordnet, eine Übertragung durch kontaminierte Oberflächen nicht aus.[7][8][9] Vieles deutet darauf hin, dass die Ausbreitung durch Superspreading erfolgt.[10]

Die Inkubationszeit von COVID-19 beträgt durchschnittlich fünf bis sechs Tage; zwischen Ansteckung und dem Auftreten erster Symptome können aber auch bis zu zwei Wochen vergehen. Vereinzelt treten erste Symptome schon innerhalb von 24 Stunden nach Ansteckung mit SARS-CoV-2 auf.[11]

Der Krankheitsverlauf ist unspezifisch und kann stark variieren. Laut Schätzung des RKI haben 55–85 % der Infizierten spürbare Beschwerden und/oder zeigen erkennbare Anzeichen einer Erkrankung (Symptome) oder typische Symptomkombinationen (Syndrom) einer COVID-19-Erkrankung (Manifestationsindex); die übrigen Infizierten sind beschwerdefrei und zeigen keine Symptome, sind also asymptomatisch erkrankt.[11] Bei rund 81 % der registrierten Erkrankungen ist ein leichter Verlauf mit Fieber oder einer leichten Lungenentzündung und weniger schwerwiegenden Symptomen wie Fieber, trockener Husten und Müdigkeit zu beobachten. Weniger häufig sind Schmerzen, verstopfte Nase, Kopfschmerzen, Bindehautentzündung, Halsschmerzen, Durchfall, Geschmacks- oder Geruchsverlust oder Hautausschlag oder Verfärbung von Fingern oder Zehen.[12] Bei etwa 14 % der Fälle ist der Verlauf schwerer, und in etwa 5 % so schwer, dass eine intensivstationäre Betreuung der Patienten erfolgen muss.[13] Bei schwerem Verlauf von COVID-19 erkranken die Infizierten an einer beidseitigen Lungenentzündung, erleiden akutes Lungenversagen und können auch sterben.[11] Beobachtet wurden außerdem krankhafte Prozesse der Leber,[14] des zentralen Nervensystems,[15] der Nieren,[16] der Blutgefäße[17] und des Herzens.[18][19] COVID-19 kann aber auch asymptomatisch (ohne erkennbare Symptome) verlaufen und bleibt dann meist unentdeckt. Asymptomatisch Erkrankte können dennoch potenzielle Überträger des Coronavirus sein. Die Zahl der asymptomatischen SARS-CoV-2-Infektionen ist auf Grund der Dunkelziffer nicht zu quantifizieren.[20]

Anhaltende Beschwerden nach der Erkrankung, auch als „Long Covid“ bezeichnet, scheinen häufiger vorzukommen als zuerst angenommen. Sie können sowohl bei anfänglich schwer Erkrankten[21] wie auch bei jungen, gesunden,[22] anfänglich nur leicht Erkrankten auftreten und können zu langanhaltenden chronischen Beschwerden in vielen Organsystemen führen.[23] Im Gegensatz zur natürlichen Infektion sind bei bisher über 100.000 Teilnehmern von Covid-Impfstudien (Stand Dezember 2020) keine Hinweise auf Long Covid beobachtet worden.[24][25][26] Long Covid ist Thema laufender Forschung.[27][28][29][30]

COVID-19 ist seit Beginn der Pandemie Gegenstand intensiver Forschung. Die Ergebnisse werden international geteilt. Es ist üblich, aktuelle Studien online als Preprints zu veröffentlichen (anstatt zum Beispiel den Peer-Review abzuwarten).[31]

Bereits Ende des Jahres 2020 erfolgte in der Europäischen Union und in einigen Ländern außerhalb der EU die Zulassung von Impfstoffen zur Vorbeugung gegen die durch das Virus verursachte Erkrankung COVID-19 und der Einsatz im Rahmen von Impfkampagnen. Das Wissenschaftsmagazin Science erklärte die Entwicklung von Impfstoffen gegen das SARS-CoV-2 in nie dagewesener Geschwindigkeit zum Breakthrough of the Year, dem wissenschaftlichen Durchbruch des Jahres.[32]